Fachkraft im Fahrbetrieb (FiF)

Bring Deine Zukunft ins Rollen- werde Fachkraft im Fahrbetrieb!

Zum 1. September 2014 suchen die Unternehmen der VOS wieder Auszubildende im Beruf Fachkraft im Fahrbetrieb (FiF). Dabei handel es sich um eine regelrechte „Allround-Ausbildung“ für Busfahrer. Ein besonderer Schwerpunkt der Ausbildung ist neben dem Einsatz am Steuer der Erwerb von Dienstleistungs- und Servicekompetenz. Innerhalb der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS) erfahren sie – und das für drei Jahre – welche Facetten der Öffentliche Personennahverkehr in Osnabrück und Region umfasst. Sie werden ausgebildet zur Fachkraft im Fahrbetrieb (FiF). Seit 2002 gibt es diesen Ausbildungsberuf, den bisher nur wenige Betriebe in Deutschland anbieten. Die Vorteile für die „FiFs“ liegen auf der Hand: Neben dem Busführerschein erwerben sie in ihrer Ausbildung Kenntnisse im Kundenservice, Marketing, der Öffentlichkeitsarbeit und Disposition von Personal und Fahrzeugen.

Die Tätigkeit im Überblick

Fachkraft im Fahrbetrieb (FiF)“ ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG). Die umfassende dreijährige Ausbildung wird im öffentlichen Nahverkehr angeboten. Fachkräfte im Fahrbetrieb führen Verkehrsmittel des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und tragen für die sichere Beförderung der Fahrgäste Sorge. Sie gestalten die Fahrzeugdisposition und Personalplanung, übernehmen Aufgaben in Kundendienst, Marketing oder Öffentlichkeitsarbeit in ÖPNV-Unternehmen und stellen die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge sicher. Fachkräfte im Fahrbetrieb arbeiten in Unternehmen des öffentlichen Personennahverkehrs, z.B. in kommunalen Verkehrsbetrieben.

Den Diesel im Blut

Nele Markmeyer sagt, was sie denkt. Warum sie denn unbedingt Busfahrerin werden will? „Man muss Männern ja mal zeigen, dass auch Frauen sowas können“, antwortet die 16-Jährige keck mit verschränkten Armen – und einem strahlenden Lächeln. Bei den Stadtwerken Osnabrück wird die Mettingerin zur Fachkraft im Fahrbetrieb ausgebildet. Menschen in großen Gefährten von A nach B kutschieren, sie kann sich kaum etwas Schöneres vorstellen. „Mein Papa arbeitet auch bei den Stadtwerken“, erklärt Nele. Im selben Job. Schon früh begeisterte sich die 16- Jährige für das, was ihr Vater beruflich macht, und begleitete ihn auf Linienfahrten.„Das hat einfach was“, sagt Nele. „Und es wird nie langweilig.“ Wann immer es geht, steuert sie sperrige Fahrzeuge auch selbst. Im Urlaub etwa ist es der Wohnwagen, den sie auf dem Campingplatz hin und her rangiert. „Mein Papa sagt, ich habe Diesel im Blut“, sagt sie und lacht. „Irgendwann sagte er dann: ‚Wir suchen noch Azubis...‘“ Logisch, dass Neles Bewerbung nicht lange auf sich warten ließ. „Ich wollte selbstständig werden, mein eigenes Geld verdienen.“ Gesagt, getan: Seit August steht die ehemalige KvG-Schülerin nun in Lohn und Brot. Bevor Linienfahrten ein Thema werden, lernt sie zunächst die Firma kennen. Schließlich muss Nele erst einmal ihren Auto-Führerschein machen, später folgt dann der „Lappen“ für den Bus. Solange hilft die 16-Jährige unter anderem in der Reprografie (dort werden etwa Flyer gemacht) oder im Mobilitätszentrum am Osnabrücker Neumarkt (von den Azubis auch kurz und knackig „Mobi“ genannt) mit. Auch in die Werkstatt schnupperte sie schon hinein. Dafür war bei der Pendlerin rühaufstehen angesagt: „Der Wecker ging um halb vier, um fünf fuhr der Bus nach Osnabrück.“ Probleme hatte Nele mit diesem Tagesrhythmus nicht. „Dann hatte ich ja nachmittags Zeit“, sagt sie. Gelassen bleibt die 16-Jährige daher auch, wenn sie an künftige Nachtoder Schulbusfahrten denkt. Auch der Gedanke an betrunkene Fahrgäste bereitet ihr kein Unbehagen: „Was nachts passiert, passiert auch tagsüber.“ Zudem seien die meisten Nachtschwärmer gut drauf. Und wenn mal wer einen zu viel über den Durst getrunken hat? Nele grinst. „Zum Saubermachen haben wir Leute...“ Zudem stehen Seminare zum „kundenorientierten Verhalten“ auf dem Ausbildungsplan. Darin enthalten: St ategien für den Fall des Falles. Und zur Not helfen die Kollegen weiter, die gerade Streckendienst machen. Wenn Neles Ausbildung nach drei Jahren endet, winkt ein Übernahmevertrag für ein halbes Jahr. Mindestens. Später kann auch die Festanstellung folgen. Unwahrscheinlich ist das nicht, erklärt Kathrin Menkhaus, Ausbildungsverantwortliche in der Abteilung Marketing Nahverkehr bei den Stadtwerken Osnabrück. Selbst mit Blick auf das bereits angelaufene Jahr kann Menkhaus sagen: „Wir suchen immer noch...“ Jugendliche, die während ihrer Ausbildung Busse steuern möchten, sie fallen nicht von Bäumen. Auch wenn sie später vielseitig einsetzbar sind: In der Leitstelle, im „Mobi“, im Beschwerde-Management. In einem Bürojob eben. Oder aber weiterhin hinterm Steuer eines Busses. So wie vielleicht auch Nele. Sie könnte sich kaum etwas Schöneres vorstellen.

Diese Unternehmen bieten die FiF Ausbildung an:

H. Beckermann GmbH & Co. KG
Osnabrücker Straße 7, 49565 Bramsche, Tel. 05461/9339-0
E-Mail: info(at)beckermann-bramsche.de
www.beckermann-bramsche.de


Willy Hummert GmbH & Co. KG
Industriestraße 7, 49201 Dissen a.T.W., Tel. 05421/9447-0
E-Mail: info(at)willy-hummert.de
www.willy-hummert.de


Conrad Schrage GmbH & Co. KG
Osterfeldstraße 7, 49326 Melle, Tel. 05429/9424-0
E-Mail: schrage(at)schrage-reisen.de
www.schrage-reisen.de

Stadtwerke Osnabrück AG
Alte Poststraße 9, 49074 Osnabrück, Tel. 0541/2002-2543
E-Mail: bewerbung(at)stw-os.de
www.stadtwerke-osnabrueck.de


VLO Bus GmbH
Bremer Straße 11, 49163 Bohmte, Tel. 05471/9559-0
E-Mail: info(at)vlo.de
www.vlo.de

Weser Ems Busverkehr GmbH
Sandbachstr. 9, 49074 Osnabrück, Tel. 0541/96121-13
E-Mail: personalbuero(at)weser-ems-bus.de
www.weser-ems-bus.de

Winkelmann Reisen
Hauptstraße 16-18, 49179 Ostercappeln-Venne,
Tel. 05476/90200-0
E-Mail: bewerbung(at)winkelmann-reisen.de
www.winkelmann-reisen.de

 
 
 

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